Samstag, 7. Januar 2017

Rezension zu „Frigid“ von Jennifer L. Armentrout

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch 
Erscheinungsdatum: 2. November 2016
Preis: 9,99 €
ISBN-10: 3492309852

Inhalt

"Sydney und Kyler sind so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Während Kyler eine Frau nach der anderen abschleppt, geht Sydney lieber mit einem guten Buch ins Bett. Trotzdem sind sie seit Kindertagen beste Freunde. Doch als sie bei einem Skiurlaub von einem Schneesturm überrascht werden und in einer abgelegenen Skihütte übernachten müssen, werden alte, stets verdrängte Gefühle neu entfacht. Kann ihre Freundschaft diese Nacht überstehen? Und viel wichtiger: Werden sie die Nacht überstehen? Denn während sich die beiden einander vorsichtig nähern, hat es jemand auf ihr Leben abgesehen …"

Meine Meinung

Ich war mir zuerst etwas unschlüssig, ob ich das Buch kaufen soll, da ich vorher relativ viele negative Rezensionen dazu gelesen hatte. Jedoch habe ich dann beschlossen, mir einfach mein eigenes Bild zu machen, da Jennifer L. Armentrout eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist und mich der Klappentext total angesprochen hat. Eine romantische Liebesgeschichte gepaart mit Trillerelementen und jeder Menge Schnee, was will man mehr? Nur, dass die Geschichte dann doch so ganz anders war als ich es mir vorgestellt hatte.

Zuerst muss ich sagen, dass ich Jennifer L. Armentrouts Schreibstil wie immer sehr gemocht habe. Die Geschichte hat sich super flüssig lesen lassen und es gab mehrere Situationen, in denen ich in mich hineinlächeln musste. Anfangs war ich auch noch begeistert von der Handlung und mit den Charakteren konnte ich auch leben. Je weiter ich gelesen habe, umso mehr wurde ich allerdings enttäuscht. 
Sydney ist eine sehr ruhige und bedachte Person, mit der ich mich ganz gut identifizieren konnte. Jedoch hat sie auch ziemliche viele Selbstzweifel und genau das hat mich irgendwann ziemlich genervt. Lasst es mich so sagen: Wenn sich jemand in etwas hineinsteigern kann, dann ist es Sydney. Kyler hingegen ist der typische Bad Boy, der jedes Wochenende ein anderes Mädchen abschleppt, aber auch eine sanfte Seite hat, die vor allem dann ans Tageslicht kommt, wenn er mit Sydney zusammen ist. Kommt einem bekannt vor, oder? Mir persönlich waren die Charaktere einfach mit zu vielen Klischees beladen, was sie für mich ziemlich austauschbar und teilweise wenig glaubhaft gemacht hat. 

Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden war für mich nicht besonders glaubhaft. Da sind zwei Personen ein ganzes Leben lang nur befreundet und auf einmal entfacht das große Feuerwerk der Gefühle – das natürlich insgeheim schon seit Jahren in den beiden gebrodelt hat. Darüber hätte ich vielleicht noch hinwegsehen können, wenn die Liebesgeschichte der beiden wenigstens in irgendeiner Weise berührend gewesen wäre, aber das war sie meiner Meinung nach leider kaum. Im Großen und Ganzen ging es die ganze Zeit nur um Sex. Romantik – Fehlanzeige.

Nun zu den Thrillerelementen in der Story. Nach dem Lesen des Klappentextes war ich wirklich gespannt darauf, was denn da Schlimmes passiert, während Sydney und Kyler in diesem Schneesturm stecken, doch auch hier wurde ich leider enttäuscht. Ich fand das Ganze ziemlich vorhersehbar und gar nicht gruselig, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. Hier muss ich aber sagen, dass der Klappentext meiner Meinung nach einfach falsche Erwartungen schürt, weil die Ereignisse, die während des Schneesturms passieren, viel krasser dargestellt werden als sie es dann tatsächlich sind. 

So, das alles musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben! Teilweise war ich vielleicht etwas härter als ich es bei anderen Autoren gewesen wäre, aber das liegt schlichtweg daran, dass ich ganz genau weiß, dass Jennifer L. Armentrout es besser kann, weshalb ich natürlich auch bestimmte Erwartungen an das Buch hatte. Trotz all dieser Kritik, hat mich das Buch jedoch stellenweise gut unterhalten und ich fand es für zwischendurch ganz in Ordnung. Auch das Setting mochte ich ziemlich gerne – Tonnen von Schnee nehmen mich im Winter immer für sich ein – allerdings hätte auch das noch etwas mehr ausgebaut werden können; sprich: etwas detailliertere Beschreibungen wären nicht schlecht gewesen. 
Abschließend noch ein kleiner Tipp: Wer nach einem wirklich guten New Adult Buch sucht, sollte sich zuerst einmal die "Wait for you"-Reihe von Jennifer L. Armentrout ansehen!

Fazit

Eine eher durchschnittliche New Adult-Story mit austauschbaren Charakteren, die leider nicht an die "Wait for you"-Reihe der Autorin herankommt.

 

Bewertung 


Kommentare:

  1. Hey :)

    bin grade über deinen Blog gestolpert und er gefällt mir unglaublich gut! Besonders deine Bilder sind toll!
    Bleibe direkt mal als Leser. Vielleicht magst du ja auch mal bei mir vorbeischauen. Ich würde mich sehr freuen! :) http://hannasbuecherwelt.blogspot.de/
    Liebe Grüße
    Hanna

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    1. Huhu Hanna :)
      Vielen Dank für die lieben Worte, darüber freue ich mich sehr! ♥
      Ich schaue gleich mal bei dir vorbei!
      Liebe Grüße
      Alena

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  2. Hey Alena :)
    Habe dir gleich mal einen Gegenbesuch abgestattet ;) Einen wundervollen Blog mit tollen Rezensionen hast du, dass ich gerne als Leserin da bleibe.
    "Frigid" konnte mich leider auch nicht zu 100% überzeugen, obwohl ich die Autorin liebe. Bin schon so gespannt auf das neue Buch der Wait For You-Reihe dieses Jahr!

    Ganz liebe Grüße,
    Myri

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    1. Hey Myri :)
      vielen lieben Dank, freut mich wirklich sehr, das zu hören! ♥
      Ich muss gestehen, dass ich erst den ersten Band der "Wait for you"-Reihe gelesen habe, aber die anderen Teile werden sicherlich noch folgen!

      Liebe Grüße
      Alena

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  3. Hey Alena,

    ich hatte mir schon beim Lesen des Klappentextes so etwas gedacht. Es klang einfach nach einer Story, die schon zu oft erzählt wurde. Mein erster Gedanke war: Nora Noberts - die erzählt eigentlich auch die immer gleiche Geschichte (obwohl sie das gut macht, ist es doch alles ziemlich ähnlich.)

    Natürlich kann man selbst eine bereits ziemlich oft verwendete Geschichte gut erzählen, aber wenn du sogar als Fan der Autorin nicht überzeugt bist, scheint dies hier nicht der Fall zu sein.

    Bleibe wohl bei meiner Entscheidung, das Buch nicht lesen zu wollen :)

    LG,
    Enni

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    1. Huhu Enni :)
      Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass sich jeder ein eigenes Bild von einem Buch machen sollte, da ein und dasselbe Buch auf zwei verschiedene Menschen ja doch ganz unterschiedlich wirken kann. Aber ich glaube auch, dass man in diesem Fall nichts verpasst, wenn man es nicht liest, eben weil die Geschichte so austauschbar ist.
      Danke für deinen Kommentar und ganz liebe Grüße
      Alena

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  4. Hey:)
    Ich bin gerade über deinen schönen Blog gestolpert und bin gleich als Leserin geblieben!
    LG,Johanna von https://jojosbookdream.blogspot.de/?m=1

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    1. Hey Johanna :)
      Das freut mich sehr! Ich schaue auch direkt mal bei dir vorbei!♥

      Liebe Grüße
      Alena

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  5. Hey Alena :)

    Ich stimme dir hier vollkommen zu. Ich habe von der Autorin davor zwar erst ein Buch gelesen, aber ich hatte auf jeden Fall sehr viel höhere Erwartungen an die Geschichte..
    Das Buch ist viel zu einfach gestrickt, viel zu vorhersehbar und an manchen Stellen für mich auch nicht komplett nachvollziehbar.

    Liebe Grüße,
    Maja

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    1. Huhu Maja,
      besser hätte ich es nicht zusammenfassen können :D

      Liebe Grüße
      Alena

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