Samstag, 12. August 2017

Das Glück oder was auch immer passiert [Rezension]

Daten & Fakten


Autorin: Jackie Lea Sommers 
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft 
Erscheinungsdatum: 5. Mai 2017
Preis: 14,95 €
ISBN-10: 342374023X
 

Inhalt

 

Silas und Lynn – eine explosive Mischung – ein einzigartiger Sommer
 
"Silas Hart, 17, gutaussehend, sarkastisch, faszinierend, stellt das Leben von Lynn komplett auf den Kopf. Neu in der Stadt ist er so völlig anders als all die anderen Jungs in Green Lake City. Er ist ein leidenschaftlicher Leser, liebt Gedichte, mag Philosophie, ist rotzfrech, entwaffnend ehrlich und einfach hinreißend. Aber Silas hat noch eine Zwillingsschwester, die ein Geheimnis umgibt. Und Lynn hat bereits seit Jahren einen Freund. Während sich Silas und Lynn immer stärker ineinander verlieben und einen unvergleichlichen Sommer erleben, bahnt sich eine Katastrophe an …"
Quelle: dtv

Meine Meinung


Der Klappentext von „Das Glück oder was auch immer passiert“ verspricht jede Menge Sommerstimmung, eine zarte Liebesgeschichte und eine gute Portion Dramatik, wodurch mich das Buch sofort angesprochen hat.

Die Geschichte ist in einer amerikanischen Kleinstadt namens Green Lake City angesiedelt und setzt zu Beginn der Sommerferien ein. Lynn, die 17 jährige Protagonistin, ist anfangs alles andere als gut gelaunt: Ihr Freund Elliot arbeitet die ganzen Sommerferien, um sich ein Auto finanzieren zu können, und ihre beste Freundin ist zu einem Sommercamp aufgebrochen. Nicht gerade das, was sie sich von ihren Sommerferien erwartet hat.
Die Ausgangssituation ist also alles andere als berauschend, was sich jedoch abrupt ändert, als Lynn auf den neu zugezogenen Silas Hart trifft. Dies passiert direkt auf den ersten paar Seiten, was ich äußerst positiv fand, da die Geschichte so ziemlich schnell ins Rollen kommt.

Lynn ist die Tochter des Pfarrers von Green Lake City und verhält sich demgemäß auch sehr brav und überlegt. Sie ist das typische Mädchen von nebenan, wodurch sie zu Beginn etwas langweilig wirkt, was sich jedoch im Laufe der Geschichte ändert. Generell macht sie eine deutliche Entwicklung durch; sieht sie sich selbst anfangs noch als ein Mensch ohne Konturen, so kann man deutlich mitverfolgen, wie sie zunehmend Form annimmt und sich selbst besser kennenlernt. Mit diesem Selbstfindungsprozess geht auch ein zunehmend rebellisches Verhalten einher, was sich jedoch noch im Rahmen gehalten hat und Lynn meiner Meinung nach nur noch authentischer gemacht hat. Jedoch muss ich sagen, dass sie im Hinblick auf ihren Umgang mit ihrem Freund Elliot bei mir leider deutlich an Sympathie eingebüßt hat. Sie war mir an einigen Stellen einfach zu egoistisch und selbstbezogen, was im Teenageralter vielleicht auch teilweise normal ist, mich aber doch ziemlich gestört hat.

Silas hingegen war mir während des gesamten Verlaufs der Geschichte sympathisch. Auch er hat seine Ecken und Kanten, wodurch er für mich aber nur noch sympathischer wurde. Sehr besonders an ihm ist seine Leidenschaft für die Poesie und seine Tiefgründigkeit. Silas wirkt oft sehr ernst und nachdenklich, hat jedoch auch seine lustigen Momente, in denen er Lynn nicht nur zum Lachen, sondern oft auch auf hundertachtzig bringt. Diese Mischung hat mir richtig gut gefallen und so hat es auch nicht lange gedauert, bis ich Silas in mein Herz geschlossen hatte.

Die Nebencharaktere finde ich im Großen und Ganzen durchaus interessant. Besonders Silas Zwillingsschwester Laurel hat es mir angetan. Sie ist ein äußerst komplexer Charakter mit einer unglaublich spannenden Geschichte. Ich muss sagen, dass mir die Geschichte um sie am besten in diesem Buch gefallen hat, jedoch steht diese natürlich nicht im Mittelpunkt der Geschichte und wird deshalb leider nicht so tiefgehend behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe des Buches entwickelt fand ich ganz süß, allerdings auch nicht besonders ergreifend oder mitreißend.

Gut gefallen haben mir die Einschübe von Poesie und die tiefschürfenden Gespräche zwischen Silas und Lynn, die mich mehrmals zum Nachdenken angeregt haben. Durch den lockeren Schreibstil der Autorin ist das Buch aber trotzdem flüssig zu lesen und eher leichte Kost, die sich bestens für einen entspannten Sommertag eignet.

Kritisieren muss ich, dass die Geschichte ziemlich lange gebraucht hat, bis sie so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Die ersten beiden Drittel waren zwar ganz schön und nett, aber leider auch ein bisschen langweilig. So richtig Spannung kam für mich leider erst im letzten Drittel der Geschichte auf. Hier hat es die Autorin dann aber auf jeden Fall geschafft, mich zu überraschen und emotional mitzureißen.


Fazit


Die Geschichte um Silas und Lynn ist besonders für all diejenigen empfehlenswert, die Poesie mögen und nach einer Sommerlektüre mit einer zarten Liebesgeschichte suchen. Die erstem beiden Drittel des Buches konnten mich leider nicht vom Hocker hauen, gegen Ende hin hat es die Autorin dann aber doch noch geschafft, mich zu überraschen und emotional mitzureißen.

Bewertung 


Ein herzliches Dankeschön an den dtv Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

1 Kommentar:

  1. Das Buch steht auch noch auf meiner Wunschliste :)
    Nach deiner Rezension bin ich jetzt echt gespannt darauf, auch wenn ich noch nicht weiß, wann ich es mir kaufen werde :D

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