Freitag, 20. Juli 2018

Witchborn - Königin der Düsternis [Rezension]



Daten & Fakten

Autor: Nicholas Bowling
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Chicken House 
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2018
ISBN-10: 3551521050
Preis: 18,99 €
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Inhalt

England 1577
Die Hexenjagd hält das Land in Atem und auch die 14-jährige Alyce wird zur Zielscheibe. Nur knapp kann sie den Jägern entkommen, die auch ihre Mutter ermordet haben. Seitdem ist Alyce auf der Flucht und versucht ihre magischen Kräfte zu verstehen und zu beherrschen. Und obwohl sie ihre Verfolger nicht abschütteln kann, kommt sie einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur: Sie soll zum Spielball einer königlichen Intrige zwischen Elizabeth I. und Maria Stuart werden. Und dabei trifft weiße Magie auf die dunkelste, die man sich vorstellen kann.
Gejagt vom Tod, getrieben von dunkler Magie, getäuscht von rivalisierenden Königinnen!
Quelle: Carlsen


Meine Meinung


Schon das Cover und der Titel lassen erahnen, dass es sich bei „Witchborn – Königin der Düsternis“ um eine finstere Geschichte voller dunkler Magie handelt. Und genau das bekommt der Leser auch geboten!
Die Geschichte setzt mit der Hinrichtung einer Frau ein, die der Hexerei beschuldigt wird. Ihre Tochter, die 14-jährige Alyce, kann sich gerade so noch vor den Hexenjägern retten und ins nahe gelegene London fliehen. Eine sehr dramatische und spannende Ausgangssituation, die mich direkt packen konnte.
Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus zwei verschiedenen Perspektiven: Aus der von Alyce und aus der des Hexenjägers, der ihre Mutter hinrichten ließ und fortan hinter dem Mädchen her ist.
Alyce wirkt für ihr Alter sehr reif und überlegt. Obwohl sie über eine bemerkenswerte Stärke verfügt, lässt sie immer mal wieder auch ihre verletzliche Seite und ihre Ängste durchblitzen, was sie nur umso sympathischer macht. Mir zumindest ist es nicht schwer gefallen, mich in sie hineinzuversetzen und mit ihr mitzufühlen.
Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Jeder einzelne wurde vom Autor so gründlich ausgearbeitet, dass ich während des Lesens ein deutliches Bild von ihnen vor Augen hatte.
Besonders gut hat mir darüber hinaus auch das Setting der Geschichte gefallen. Das London des 16. Jahrhunderts mit seinen dunklen Gassen verleiht dem Buch eine düstere Atmosphäre, die wunderbar mit der Geschichte im Einklang steht.
Das einzige Manko bei „Witchborn“ war für mich die Spannung. War diese zu Anfang der Geschichte sehr hoch, fiel sie in den folgenden Kapiteln doch etwas ab. Trotzdem gab es mehrere actionreiche Szenen und auch eine unerwartete Überraschung, die mich für sich einnehmen konnten.
Interessant fand ich auch die Verbindung von Fiktion mit historischen Tatsachen. Dadurch hat „Witchborn“ etwas ganz Eigenes, mit dem es sich von der Masse abhebt.


Fazit


Witchborn – Königin der Düsternis“ besticht mit interessanten Charakteren, einer düsteren Atmosphäre und einem tollen Schreibstil. Wer auf eine Geschichte Lust hat, die dunkle Magie mit historischen Bezügen vereint, ist mit „Witchborn“ bestens bedient!

Bewertung


Vielen herzlichen Dank an Carlsen für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Donnerstag, 12. Juli 2018

Immerwelt - Der Anfang [Rezension]


Daten & Fakten
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Autorin: Gena Showalter
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2018
ISBN-10: 3959672098
Preis: 16,99 €



Inhalt
Tenley ist eine ganz normale Siebzehnjährige, rebellisch und eigensinnig. Nur dass ihre Eltern darauf bestehen, dass sie sich – wie alle anderen – zu einer der beiden verfeindeten Seiten bekennt: Entweder gehört man zu Myriad, dem dunklen Reich der Schicksalsgläubigen, oder zu Troika, dem hellen Reich der Erkenntnis. Vertreter beider Reiche versuchen mit allen Mitteln, Tenley für sich zu gewinnen. Aber sie versteht nicht, warum ausgerechnet sie so wichtig sein soll. Außerdem bemüht sich aus beiden Häusern ein Junge um sie. Sie verliebt sich in einen der beiden. Doch was, wenn sie sich für das Reich des anderen entscheidet? 
Quelle: HarperCollins


Meine Meinung
Was mich auf „Immerwelt – Der Anfang“ aufmerksam gemacht hat, war das bezaubernde Cover. Es vermittelt dem Leser direkt einen Eindruck von den beiden Reichen. Das helle Reich, Troika, wirkt friedlich und fast paradiesisch, während das dunkle Reich, Myriad, einen düsteren und mystischen Eindruck macht. Die Idee mit den beiden gegensätzlichen Reichen, die nach dem Tod auf die Menschheit warten, hat mich direkt angesprochen und so musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte.
Zu Beginn der Geschichte finden sich mehrere E-Mails, aus denen hervorgeht, dass sich sowohl Troika als auch Myriad darum bemühen, Tenley für sich zu gewinnen. Beide Reiche entsenden einen Agenten, der Tenley von dem jeweiligen Reich überzeugen soll. Somit stellt sich natürlich die Frage, was Tenley so besonders macht, dass beide Reiche sie um jeden Preis für sich gewinnen wollen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte lernt der Leser nicht nur die beiden Agenten, sondern natürlich auch Tenley Lockwood, die Protagonistin, aus deren Perspektive die gesamte Geschichte fortan geschildert wird, näher kennen. Tenley befindet sich zu Beginn des Buches in einer Einrichtung namens Prynne. Dort soll sie solange diszipliniert werden, bis sie sich endlich dazu bereit erklärt, sich für eines der beiden Reichen zu verpflichten. Schon auf den ersten Seiten wird allerdings klar, dass Tenley kein Mädchen ist, das sich von der Meinung anderer allzu sehr beeindrucken lässt. Und mehr als das: Selbst die brutalen Züchtigungen können ihren Willen nicht brechen. Mit ihrer starken, selbstbewussten und direkten Art macht es Tenley einem nicht schwer, sie zu mögen. Wirkt sie zu Beginn des Buches noch etwas kalt, so offenbaren sich im Laufe der Geschichte immer stärker ihre Gefühle, Ängste und Gedanken, was sie gleichsam sympathischer und greifbarer werden lässt.
Die beiden Agenten, die sich um Tenley bemühen, könnten wahrscheinlich nicht gegensätzlicher sein. Während mir beide anfangs noch sehr unsympathisch waren, haben sie im Laufe der Geschichte immer mehr an Sympathie gewonnen. Jedoch muss ich sagen, dass beide bis zum Ende der Geschichte noch relativ blass geblieben sind und ich mir gewünscht hätte, ihnen noch näher zu kommen.
Die Ausgangssituation der Geschichte war für mich mehr als interessant und so empfand ich die ersten Kapitel auch als sehr spannend. Gleichzeitig ist es mir allerdings schwer gefallen, mit dem Schreibstil der Autorin warm zu werden. Zwar passt ihre Ausdrucksweise gut zur Geschichte, jedoch konnte mich ihr Schreibstil nicht richtig fesseln und es gab einige verwirrende Stellen, die bei mir den Eindruck erweckt haben, dass mir bestimmte Hintergrundinformationen zum Verständnis fehlen.
Wie bereits erwähnt, finde ich die Idee hinter der Geschichte mit den beiden Reichen zwischen denen sich die Menschen nach dem Tod entscheiden müssen, originell und mehr als interessant. Mit der Umsetzung der Idee konnte mich die Autorin allerdings nicht ganz überzeugen. Meiner Meinung nach erfährt man zu wenig über die Welt, die die Autorin in ihrer Geschichte erschaffen hat, was wiederum dazu geführt hat, dass ich mich nicht in die Geschichte fallen lassen konnte.
Nach einem eher zähen Mittelteil, hat das Ende der Geschichte dann doch noch ein paar Überraschungen bereitgehalten und die Spannung wieder erhöht. Trotzdem konnte es mich nicht so sehr überzeugen, dass ich nun das Bedürfnis habe, unbedingt erfahren zu müssen, wie es im zweiten Teil weitergeht.

Fazit
Immerwelt - Der Anfang“ kommt mit einer starken Protagonistin und einer originellen Idee hinter der Geschichte daher. Allerdings konnten mich der Schreibstil der Autorin und der Weltenbau leider nicht komplett von sich überzeugen.


Bewertung



Vielen Dank an HarperCollins für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!